Pompeji – Unbezwingbar 2025

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Es gibt Ziele, vor denen habe ich regelrecht Angst – Angst vor der Fülle und vor meinem Ehrgeiz – bloß nichts verpassen! Pompeji bedient beides zur Genüge – kurz – man kann Pompeji nicht an einem Tag schaffen, selbst wenn man nur die Gassen entlangläuft und kein einziges Detail beachten will… Also – die Herausforderung annehmen oder lassen? Wir nehmen an!

Es geht schon mit dem Straßennetz los, massiv gebaut für die Jahrhunderte, mit erhöhten Bürgersteigen und - hier nicht im Bild - Überwegen! zum trocken über die Straße kommen. Dazu an allen noralgischen Ecken öffentliche Brunnen, jeder mit einem anderen Fresco versehen - wiedererkennbar, auch für Analphabeten. Selbst Straßenschilder gibt es noch...
Das Schild darunter dient der heutigen Einordnung...
Das "Wunderbare" am Schrecklichen ist ja, das alle Bereiche des Lebens durch den Vulkanausbruch von `79 bestens konserviert und dokumentiert sind... wie z.B. diese Wäscherei und Färberei mit extra - Urinbecken zum Färben, die mich sehr an viele noch existierenden Wäschereien in Indien erinnert....
Dieses Küchengeschirr würde auch heute noch seinen Liebhaber finden!
Legendär die Thermen - Wann in der Geschichte ist eigentlich dieser Sinn zur gemeinschaftlichen Reinlichkeit und Geselligkeit verloren gegangen? In diesem Raum wurde Mann wohl ganzheitlich das Haar entfernt und Massagen gegeben.... Auf jeden Fall sind die Wände so derart mit vielen herrlichen Details verziert, dass es allein optisch nie Langeweile gibt...
Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt - aber auch die Lebendigkeit selbst kleinster Figurinen ist immer wieder beeindruckend!
Auch diese Wandszene ist höchst lebendig und - in Perspektive - dargestellt, perspektivische Darstellungen sind überall zu finden...Wo sind diese Erkenntnisse der Malerei in späteren Jahren abgeblieben?
Die Verkaufstände sind alle recht ähnlich aufgebaut, mit Marmortheke, eingelassenen Behältnissen und Ablagestufen
Dieser Hund scheint einen doch auch noch nach fast 2000 Jahren anzuspringen!
Auf dem Forum ein erster Vorgeschmack auf das, was eigentlich hinter den Mauern und Bildern los ist - und - es ist absolute Nebensaison... die Tages-Eintrittbegrenzung auf 20.000 Tickets sagt schon Einiges...
In kleineren Gassen wird es auch jetzt schon voll...
Elefanten an den Wänden und Restaurator bei der Arbeit...
leichtfüßige TänzerInnen..
Ganzflächige traumhafte Raumillusionen, wie reich müssen diese Bewohner gewesen sein?
Schrecklich ohne Worte die zahlreichen Gipsabdrücke der im Hitzeschock/Lavastrom erstarrten Menschen
Feinste Arbeiten am Kapitell
Perfekte Proportionen im Kleinen wie im Großen - kein Wunder, das diese zivilisatorischen Errungenschaften immer wieder kopiert wurden ...

Um zum Anfang zurückzukommen, Pompeji ist riesig, an jeder Ecke „lauert“ etwas Schönes und Einmaliges, die Stadt wird unter den (immer müder werdenden) Fußsohlen lebendig, man kann in alle Lebensbereiche hineinschnuppern, sich förmlich hineinfühlen in die damalige, hochentwickelte Lebensart – und ich frage mich ständig – wie ist das alles verloren gegangen ist…. (ich denke da so ans Mittelalter…)

Über 6 Std. Fußmarsch, viele Orte waren nicht einmal geöffnet und wir haben das Gefühl, nur einen Bruchteil gesehen zu haben, es lohnt sich ganz sicher wieder zu kommen!

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